Geschichte

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Die frühere Gemeinschaft von Mitgliedern der Kaufmännischen Krankenkasse Halle e. V.,abgekürzt KKH-Gemeinschaft e. V., wurde am 4. November 1957 von 14 kaufmännischen Angestellten in Hannover gegründet. Sie hatten die Notwendigkeit erkannt, mit ihrer Vereinigung die sozialpolitischen Interessen ihrer Mitglieder wahrzunehmen und dabei

• in Wort und Schrift für die Beibehaltung der bewährten Gliederung der deutschen Sozialversicherung und insbesondere für die Erhaltung der Ersatzkassen der Krankenversicherung einzutreten,

• Vorschlagslisten für die Wahlen zur Bildung der Organe der Kaufmännischen Krankenkasse Halle aufzustellen,

• ihre Mitglieder in den Organen der KKH zu beraten und ihre Mitarbeit im Sinne des Grundgedankens der Selbstverwaltung zu fördern und ihre Mitglieder in Fragen der Krankenversicherung aufzuklären.

Bereits damals haben die Gründer der KKH-Gemeinschaft in der Satzung festgelegt, dass die Vereinigung politisch und konfessionell neutral ist und sich nicht mit tariflichen, arbeitsrechtlichen oder sonstigen gewerkschaftlichen Aufgaben befasst. Zudem hat der Geschäftsbetrieb nicht auf Gewinn ausgerichtet zu sein. Nur Mitglieder der KKH, die Arbeitnehmer sind, konnten damals die Mitgliedschaft bei der KKH-Gemeinschaft erwerben.

Als die Gründer der KKH-Gemeinschaft 1957 überlegten, ob sie eine Arbeitnehmervereinigung mit sozialpolitischer Zwecksetzung für die Mitglieder der KKH ins Leben rufen sollten, ließen sie sich davon leiten, dass sich mit der Einführung der Selbstverwaltung der Sozialversicherung im Jahre 1953 neben der Gewerkschaften auch altbewährte und engagierte Vertrauensleute der Versicherten der Kasse zur Mitarbeit in der Selbstverwaltung zur Verfügung gestellten hatten. Bereits 1953 hatten sie sich in einer freien Liste, die nach dem Namen des Listenführers benannt wurde, zusammengeschlossen. Die Gründer erkannten aber bald, dass zur Unterstützung ihrer sozialpolitischen Aufgaben in den Selbstverwaltungsorganen ein organisatorischer Rückhalt erforderlich ist, wenn sie bei den Sozialversicherungswahlen schlagkräftig sein und gegenüber den Mitbewerbern aus dem gewerkschaftlichen Lager bestehen sowie bei den Sozialpolitikern Gehör finden wollen.

Aus Sicht der Gründer war es auch im Interesse einer hohen Wahlbeteiligung und damit einer breiten Basis für die demokratische Legitimation der Selbstverwaltung, über eine gewerkschaftlich unabhängige Arbeitnehmervereinigung, wie die heutige KKH-Versicherten¬gemeinschaft, eine Alternative bei den Vorschlagslisten im Rahmen der Sozialwahlen zu schaffen.
Der Name KKH-Gemeinschaft wurde gewählt, um das Ziel der Vereinigung auch schon im Namen deutlich zum Ausdruck zu bringen.

Es war, ist und bleibt das wichtigste Anliegen der KKH-Versichertengemeinschaft, sicherzustellen, dass unmittelbar aus dem Kreis der KKH-Mitglieder Vertreter in die Selbstverwaltungsorgane der KKH entsandt werden, die ausschließlich das Interesse haben, allein vom Standpunkt der Versicherten aus bei den für die Kasse wichtigen Entscheidungen mitzuwirken. Die KKH-Versichertengemeinschaft ist der Meinung, dass das Wohl eines Versicherungsträgers nicht in die Hände von Personen gehört, die keinerlei persönliche Bindungen zu dem Versichertenkreis haben, dessen Interessen sie wahrnehmen sollen und müssen.

Durch intensive und effektive Aufklärungs- und Informationsarbeit seitens der Mitglieder unserer Versichertengemeinschaft vor Ort erzielte die KKH-Versichertengemeinschaft seit den ersten Sozialwahlen im Jahr 1958 stets hervorragende Wahlergebnisse und erreichte außer 1986 bei allen Wahlen die absolute Mehrheit in der Vertreterversammlung bzw. seit 1996 im Verwaltungsrat der KKH. Diese Stellung ermöglicht es der KKH-Versichertengemeinschaft, auf die Entwicklung und sozialpolitische Ausrichtung der KKH, z. B. durch Satzungsänderungen, Modellversuche u. ä. wesentlichen Einfluss zu nehmen.

Über viele Jahrzehnte hinweg gehörten mehr als die Hälfte der Selbstverwaltungsmitglieder der KKH unserer Fraktion an, so dass wir stets in besonderer Weise die Interessen der Mitglieder der KKH wahrnehmen konnten. Mit berechtigtem Stolz können wir auf eine erfolgreiche Arbeit zurückblicken, die sich letztlich auch an der weit überdurchschnittlich guten Entwicklung der KKH ablesen lässt.

Die Kaufmännische Krankenkasse – KKH und die BKK Allianz haben am 1. April 2009 zur KKH-Allianz fusioniert. Am 1. Juli 2009 ist als weiterer Fusionspartner die METRO AG Kaufhof BKK hinzugekommen. Seit dem 1. Januar 2013 heißt die Kasse wieder „Kaufmännische Krankenkasse – KKH“.

Im Verwaltungsrat der KKH stellt unsere Gemeinschaft 12 Versichertenvertreter. Ein Großteil der im Verwaltungsrat vertretenen 15 Arbeitgebervertreter ist zudem auch Mitglied in der KKH-Versichertengemeinschaft e. V. Wir sind somit weiterhin an der Entwicklung der KKH maßgeblich beteiligt und werden uns auch künftig für die Interessen der versicherten der KKH einsetzen.

Um auf der sozialpolitischen Bühne den Belangen ihrer Versicherten noch mehr Gewicht zu verleihen, schloss sich die KKH-Versichertengemeinschaft im Jahr 1984 mit den freien und unabhängigen Mitgliedergemeinschaften aller Angestellten-Ersatzkassen zur heutigen Arbeitsgemeinschaft unabhängiger Mitgliedergemeinschaften der Ersatzkassen (AGuM) zusammen. Zweck der AGuM ist, die Förderung der sozialpolitischen Interessen ihrer Mitglieder sowie die Vertretung dieser Interessen insbesondere gegenüber Bund, Ländern, Parlamenten, Parteien und Verbänden sowie in der Öffentlichkeit. Die Arbeitsgemeinschaft stellt 96 von 183 Vertretern in den Verwaltungsräten der Ersatzkassen mit insgesamt rd. 23 Millionen Versicherten. Die Zahlen belegen die wichtige Stellung der AGuM in der sozialen Krankenversicherung. Dies hat auch die Politik erkannt, die die Arbeitsgemeinschaft bereits im Vorfeld von geplanten Gesetzesvorhaben anhört und um Einbringung von Vorschlägen bittet. Nach Herrn Friedrich-Wilhelm Sinsel, dem Gründungsmitglied der AGuM, war mit Herrn Dr. H.C. Klaus Balzer von 1999 bis 2011 zum zweiten Mal ein Vorsitzender der KKH-Versichertengemeinschaft e. V. Vorsitzender der Agum. Im Juli 2011 wurde Herr Dr. Balzer Ehrenvorsitzender der AGuM.

Die KKH-Versichertengemeinschaft ist somit seit 56 Jahren maßgeblich an der erfolgreichen Entwicklung der KKH beteiligt. Die Ergebnisse unserer Arbeit werden am besten anhand eines kurzen Überblicks dessen, was die KKH darstellt, verdeutlicht.

Hier die Fakten:
KKH – eine starke Solidargemeinschaft
Darauf können Sie sich stets verlassen. Die Mitgliederzahl der KKH ist seit der Gründung der KKH-Versichertengemeinschaft e. V. im Jahre 1957 von 260.000 auf rd. 1,5 Millionen angewachsen. Die KKH zählt zu den großen Versicherungsträgern in Deutschland. Unter den bundesweiten Krankenkassen stets sie heute an vierter Stelle.

KKH – ein innovativer Dienstleister
Die KKH garantiert ein qualitativ hoch stehendes Dienstleistungsangebot für Versicherte und Arbeitgeber und nutzt Chancen zur Optimierung der medizinischen Versorgung. Dabei wird in neue Therapieverfahren investiert und die Beratungsarbeit intensiviert. Die KKH setzt auf innovative Versorgungsformen, damit die Souveränität der Kunden weiter gestärkt wird.

Breites Leistungsspektrum
Ein umfassendes Leistungsangebot sowie optimale Gesundheitsversorgung sorgen dafür, dass Sie gesund bleiben bzw. es so schnell wie möglich wieder werden. Die KKH setzt dabei auf Kooperationen und innovative Vorhaben. Mit einer Vielzahl von Therapiekonzepten engagiert sich die KKH in der Gesundheitsversorgung, wobei sie sich auf präventive Verfahren und Ansätze konzentriert. Darüber hinaus bietet die KKH ihren Versicherten mit Selbstbehalttarifen, Beitragsrückgewährung und Bonusmodellen Anreize zur Förderung der Gesundheit.

Hohe Fachkompetenz und über 123-jährige Erfahrung
Davon profitieren Sie. Mehr als 4.300 qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KKH im Bundesgebiet kümmern sich um die Gesundheit der Versicherten.

Individueller, sympathischer Service
Zu Ihrem Vorteil. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KKH stehen Ihnen immer mit persönlicher Betreuung und Beratung zur Seite. Ihre Ansprüche werden schnell und unbürokratisch bearbeitet. Auch rund um die Uhr ist die Krankenkasse erreichbar, wenn Sie es wünschen. Ein moderner Internet-Auftritt mit entsprechenden Service-Modulen vervollständigt das Angebot.
Wir, die KKH-Versichertengemeinschaft e. V., werden weiterhin dafür sorgen, dass Ihre Gesundheit auch in Zukunft in guten Händen ist!